Nähere Einzelheiten zur UV-Technologie

Das „Evac Evolution“ Ballastwassermanagementsystem stellt sich automatisch auf die jeweils herrschende Wasserqualität ein und kompensiert damit Änderungen der bestehenden Sedimente. Der Schlüsselfaktor, der das System von anderen differenziert, besteht in der Wechselwirkung zwischen UV-Übertragungssensoren (UVT) und UVI-Messgeräten der Lichtintensität, die eine Feedback-Schlaufe bilden, um zu garantieren, dass stets die erforderliche Lichtintensität eingesetzt wird.

  • Präzise Dosierung zur optimalen Anpassung an die herrschende Wasserqualität
  • Optimiertes Design der UV-Bestrahlungskammer
  • Mitteldruck-UV-Lampen für eine höhere Leistungseffizienz
  • „Evac Evolution“ ist das einzige Ballastwassermanagementsystem, das standardmäßig über UV-Übertragungssensoren verfügt. Bei anderen Systemanbietern sind diese alleine gegen Mehrpreis erhältlich

UVI-Messgeräte

Die Messgeräte zur Messung der UV-Lichtintensität werden an den Wänden der UV-Reaktoren angebracht und messen die UV-Lichtintensität während der Bestrahlung. Diese Wechselbeziehung wird über eine Feedback-Schlaufe aufrechterhalten, in der der berechnete Sollwert kontinuierlich mit dem gemessenen Istwert verglichen wird. Falls die aktuelle Dosierung sich innerhalb des vorgeschriebenen Bereichs befindet, wird die Ballastwasseraufbereitung normal fortgesetzt. Falls die Dosierung unzureichend ist, zeigt die Automatisierungssteuerung an, dass ein Reinigungszyklus oder ein Austausch der UV-Lampen notwendig ist. Die maximale Leistung wird nur gelegentlich eingesetzt, wenn die Bedingungen es notwendig machen. Die Messwerte der UV-Übertragungssensoren werden automatisch aufgezeichnet. Damit kann der Betreiber beweiskräftig darlegen, dass das System gemäß den geforderten Vorgaben funktioniert.

Verbessertes Design der UV-Bestrahlungskammer

Der Reaktor wurde so entwickelt, dass er die Strahlungsstufe erfüllt, die von der U. S. Küstenwache als „lebend/tot“ Standard gefordert wird, während andere Funktionen die Belichtungsdauer mit dem Meerwasser erhöhen. Um einen spiralförmigen Fluss beim Wassereintritt in die Kammer zu erzeugen, wird der Durchfluss unterbrochen, um eine laterale Bewegung zu bewirken. Dies führt dazu, dass die Organismen, die sich am Rand des Wasserstroms befinden, näher zum Licht gelangen, das von den UV-Lampen abgegeben wird, zumal sich dieser Zyklus wiederholt, während das Wasser durch die Kammern fließt.

UVT-Sensoren

UVT-Sensoren messen die UV-Lichtübertragung anhand einer Meerwasserprobe, die vor dem Erreichen des UV-Reaktors entnommen wird. Dieses wird dann bei der gleichen Wellenlänge (UVC 254 nm) wie das Biozid-Licht gemessen, das von den UV-Lampen abgegeben wird. Anhand dieser Daten berechnet die Automatisierungssteuerung dann die richtige UV-Lichtdosierung.

Mitteldruck-UV-Lampen für eine höhere Leistungseffizienz

Das „Evac Evolution System“ setzt Mitteldruck-UV-Lampen ein, da diese ein höheres Desinfektionspotenzial haben. Das breitere UV-Spektrum dieser Lampen gestattet eine effektivere Beseitigung von Organismen und erlaubt den Einsatz für einen größeren Bereich von Wasserqualitäten, die vor allem bei anspruchsvolleren Süßwasser- und Brackwasserbedingungen auftreten.

Mitteldruck-UV-Lampen erzielen höhere Leistungsspitzen bei UV-C-Strahlung, dem sogenannten Biozid-Spektrum, das dazu dient, Organismen und Pathogene schadlos zu machen.

Niederdruck-UV-Lampen haben geringere Leistungsspitzen, sodass Ballastwasser nicht gleich gründlich bestrahlt wird.

Die Quarzhülle, die die UV-Lampen umgibt, wird bei der Herstellung dotiert, um die tieferen Wellenlängen des UV-Lichtspektrums auszufiltern. Dadurch werden die Ozonfreisetzung und die Freisetzung von anderen Schadstoffen im behandelten Wasser verhindert, damit es vollkommen schadstofffrei ist.

Die UV-Lampen lassen sich einfach durch Lösen der Schnappverschlüsse der Stromanschlüsse aus der Quarzhülle ziehen. Der Zugang zu den Lampen ist nur von einem Ende der Kammer aus möglich. Da die Kammern relativ niedrig sind, ist auch die Lampenlänge entsprechend gering (1175 mm), sodass weniger Platz benötigt wird, um Wartungsarbeiten durchführen zu können.